Briefe an Mino

Im Hintergrund entsteht eine ganz besondere Unterrichtsidee für den Musikunterricht der Grundschule... Du kannst dich also schon auf etwas freuen ;)

Worum geht es? 

Gemeinsam mit den beiden Figuren Mino und Mina begeben sich Kinder auf eine musikalische Reise durch verschiedene Länder, Kulturen und Musikrichtungen. Während Mino als Musikwesen die Kinder im Unterricht begleitet, reist Mina um die Welt und schickt der Klasse Briefe voller spannender Entdeckungen, neuer Klänge, Instrumente, Tänze und Musikstile.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Kennenlernen verschiedener Musikrichtungen, sondern vor allem die persönliche Begegnung mit Musik im eigenen Alltag. Welche Musik hören Kinder eigentlich selbst? Wo begegnet ihnen Musik jeden Tag? Welche Lieder mögen sie und warum? Von diesen Fragen ausgehend öffnet sich Schritt für Schritt eine musikalische Weltreise, die weit über den Musikunterricht hinausgeht.

Die Unterrichtseinheit verbindet Musik mit vielen weiteren Bereichen des Grundschulalltags. Briefe von Mina schaffen Schreibanlässe für den Deutschunterricht, Länder und Kulturen werden im HSU entdeckt und kreative Gestaltungsaufgaben ermöglichen Verbindungen zum Kunstunterricht. Gleichzeitig entsteht durch die gemeinsame Reise mit Mino und Mina eine besondere Verbindung innerhalb der Klassengemeinschaft.

Besonders wichtig ist dabei ein kindgerechter Zugang ohne künstlich vereinfachte „Kindermusik“.

Der Ausgangspunkt für diese Unterrichtsreihe war die Durchführung eines bereits bestehenden Unterrichtskonzeptes zum Thema Musikrichtungen. Die darin verwendeten Musikstücke wurden eigens für Kinder komponiert und stark vereinfacht aufbereitet. Während der Durchführung zeigte sich jedoch schnell, dass viele Kinder kaum einen Bezug zur Musik herstellen konnten. Aussagen wie „Wir sind doch keine Babys!“ oder „Das ist doch keine richtige Musik!“ machten deutlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler weder mit der musikalischen Gestaltung noch mit den dargestellten Figuren wirklich identifizieren konnten.

Besonders auffällig war dabei, dass die Musik für die Kinder wenig mit ihrer eigenen Lebenswelt zu tun hatte. Die Stücke wirkten künstlich vereinfacht und unterschieden sich stark von der Musik, die die Kinder tatsächlich im Alltag hören. Genau aus dieser Erfahrung entstand die Idee, Musikrichtungen und Musikstile noch einmal neu zu denken und einen Zugang zu entwickeln, der näher an der Lebensrealität der Kinder ansetzt und gleichzeitig Neugier, Atmosphäre und echte musikalische Begegnungen ermöglicht.

 

Was erwartet die Kinder hier:

Die Kinder begegnen echter Musik aus unterschiedlichen Stilrichtungen und Kulturen, eingebettet in eine spannende und liebevoll gestaltete Rahmengeschichte.

Die ersten Materialien, Briefe, Arbeitsblätter und Gestaltungsideen befinden sich aktuell in der Entwicklung und werden schon bald auf Grundschulland erscheinen.