Szenische Interpretation: Verhaltensregeln für Lehrkräfte
Quelle: Kosuch, Markus (2005): Kleiner Ratgeber für Spielleiter. In: Institut für Szenische Interpretation von Musik + Theater (Hrsg.): Szenische Interpretation von Musik und Theater. Hamburg, S. 65. [1]
Warum wichtig?!
Ich empfinde diese „Verhaltensregeln“ als besonders treffend und hilfreich. Ihre Bedeutung beschränkt sich keineswegs nur auf die Szenische Interpretation. Nahezu alle der genannten Grundsätze lassen auf Gruppenarbeiten und andere gemeinsame Lernprozesse im Unterricht übertragen.
Da ich mich momentan intensiver mit der Szenischen Interpretation im Musikunterricht der Grundschule beschäftige, bin ich auf den oben genannten Text gestoßen. Viele der darin beschriebenen Gedanken fand ich besonders spannend und hilfreich, weshalb ich die wichtigsten Kernaussagen gerne in eigenen Worten zusammenfassen und hier festhalten möchte.
Natürlich kann diese Zusammenfassung den vollständigen Text nicht ersetzen. Er ist auf jeden Fall sehr lesenswert, und ich kann nur empfehlen, ihn selbst einmal in Ruhe durchzulesen ;)
Verhaltensregeln für Lehrkräfte...
(nach Kosuch)
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Neugierde als wesentlicher Antrieb
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Ein respektvoller Umgang, indem die Schülerinnen und Schüler und ihre Beiträge ernst genommen werden
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Als Lehrperson Freude und Begeisterung ausstrahlen, damit sich diese auf die Kinder übertragen können
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Handeln statt langer Erklärungen
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Schwierigkeiten durch gezielte Fragen gemeinsam erörtern
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Gestische Übertreibungen nutzen, um Ausdruck und Darstellung zu präzisieren
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Auf Schwarz-Weiß-Denken verzichten und stattdessen nach Verbesserungsmöglichkeiten fragen
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Einen klaren Rahmen vorgeben und zugleich Raum für eigene Ideen und Entwicklungen im Prozess lassen
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Den Schutz der eingenommenen Rolle wahren: In der Szenischen Interpretation wird nicht die Schülerin oder der Schüler persönlich angesprochen, sondern stets die dargestellte Rolle
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Offene Fragen zulassen und aushalten